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Dark Souls – Die Geschichte einer Hassliebe

Viele haben davon gehört, nicht ganz so viele haben es gespielt. Die Rede ist von Dark Souls. Eine Spielreihe die ein ganzes Videospielgenre geschaffen hat. Doch was ist Dark Souls eigentlich? Hier eine kurze Beschreibung:

Dark Souls ist ein sehr düsteres, mittelalterliches Fantasy-Rollenspiel des japanischen Entwicklers From Software. Was die Spielreihe von anderen Spielen deutlich abhebt sind zwei Punkte; der extrem hohe Schwierigkeitsgrad und die sehr bruchstückartige Erzählung der Handlung. Das klingt erstmal nicht wirklich einladend, doch ich werde euch im Folgenden näher bringen, warum Ihr es doch spielen solltet.

Dass ich das Spiel gekauft habe ist schon sehr lange her. Ich habe mir damals Dark Souls III für meinen PC gekauft, da es mega cool aussah und auf Steam im Angebot war. Ich startete also das Spiel, erstellte mir einen Charakter und betrat das erste mal den Totenacker der Asche. Ausgerüstet mit einem Schwert und einem Schild kämpfte ich mich mühevoll an den ersten Mobs vorbei und traf auf den ersten Boss – Iudex Gundyr. Der hat vielleicht den Boden mit mir gewischt… Ich war so gefrustet, dass ich am liebsten meinen Controller gegen die Wand geworfen, meine Monitore zerschlagen und meine PC aus dem Fenster geworfen hätte. Natürlich habe ich das einzig sinnvolle gemacht und das Spiel jahrelang nicht mehr angefasst.

Jahre später hat mich ein Freund angesprochen und meinte: „Hey, ich hab gesehen, dass du Dark Souls hast. Hast du nicht mal Bock das zu spielen?“. Wie gesagt, Jahre sind in das Land gegangen und meine Wut war erloschen. Warum also nicht?! Wir starteten gemeinsam ein neues Spiel. Er war bereits ein erfahrener Spieler und hatte Iudex Gundyr im Handumdrehen besiegt. Ich brauchte natürlich deutlich länger, habe es aber tatsächlich geschafft. Was für ein Gefühl! Der Boss, der mich so hart fertig gemacht hat, ist endlich gefallen. Es war eine Mischung aus Freude, Vergeltung und Erleichterung. Gemeinsam bereisten wir dann Wochenlang alle möglichen Ecken, stiefelten über die Hohen Mauern von Lothric, überquerten die Sümpfe in der Farron Feste, durchstöberten das Große Archiv, bereisten die DLC-Gebiete und besiegten schließlich den Fürsten der Asche. Ein Abenteuer, an das ich gerne zurückdenke und das ich dank New Game+ jedes mal neu erleben kann.

Warum ich diese Spielreihe empfehle:

Das Spiel hat mich aus mehreren Gründen fasziniert:

  • Die Herausforderung: Ich will nicht lügen, das Spiel ist echt schwer. Als ich Dark Souls: Remastered für die Nintendo Switch kaufte habe ich für den ersten Boss – den Taurus-Dämon – über 10 Stunden gebraucht. Aber das Gefühl die Gegner letztendlich eigenhändig zu besiegen ist großartig. Man muss sich die Bewegungsmuster gut anschauen, Angriffe gut timen und ein ebenso gutes Timing zum Ausweichen haben. Dabei die Nerven zu bewahren ist nicht immer einfach, aber es lohnt sich.
  • Die Atmosphäre: Die Welten sind, trotz der düsteren Endzeitstimmung, sehr abwechslungsreich. Von Schlössern, Wäldern, Sümpfen, Bergen und Katakomben bis hin zu Schneegebieten ist alles, was sich das Fantasyherz nur vorstellen kann, dabei. Die Entwickler haben sich viel Mühe gegeben, was mich manchmal dazu veranlasst hat ein Gebiet mehrfach zu betreten und mich einfach mal umzuschauen. Untermalt wird die Szenerie mit wundervoller und epischer Musik. Hauptsächlich spielt diese in Bossfights oder in Cutscenes.
  • Die Story: Ich weiß, die Story ist nicht immer sofort klar und lückenhaft. Dennoch ist das, was uns an die Hand gegeben wird, ausreichend um zu verstehen worum es in dem Spiel geht. Viel interessanter sind die Kleinigkeiten, die man sich erarbeiten muss, beispielsweise durch das Lesen von Itembeschreibungen oder das Sprechen mit NPCs. Manchmal kommt es einem vor wie eine Offenbarung, sobald man ein paar neue Hintergrundinformationen zu Charakteren oder Zusammenhänge zwischen den einzelnen Teilen herausgefunden hat. Hier und da könnte man auch ein Tränchen vergießen…
  • Das Kampfsystem: Das Kampfsystem sieht wie folgt aus: Ihr habt einen starken und einen schwachen Angriff, könnt blocken, kontern und wegrollen. Um stärker zu werden rüstet ihr euch mit diversen Waffen, Rüstungen und Ringen aus, levelt euren Charakter hoch und setzt Statpoints. Mehr braucht es auch gar nicht. Die simple Steuerung macht es Einem möglich sich voll und ganz auf das Spiel zu konzentrieren und auch mal eine längere Zeit nicht zu spielen, ohne die gesamte Steuerung zu vergessen. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Steuerung bei jedem Teil fast identisch ist.

Mein Fazit:

Ihr steht also auf Herausforderungen, spaßigen Koop/PvP und wollt euren Skill unter Beweis stellen? Dann ist Dark Souls vermutlich das Richtige für euch. Solltet ihr euch mal daran versuchen wollen, empfehle ich euch mit Dark Souls III zu beginnen. Es ist – im Vergleich zu den anderen Teilen – sehr anfängerfreundlich. Anschließend solltet ihr Dark Souls I spielen. Es ist anspruchsvoller als der dritte Teil, aber es hält sich im Rahmen. Zum Schluss kommt Dark Souls II, meiner Meinung nach der schwierigste Teil. Man hat manchmal das Gefühl, dass dieses Spiel jeden Spieler einfach nur fertig machen will – mein Bruder starb schon vor der Charaktererstellung. Ich wünsche euch ganz viel Spaß! Praise the sun!

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