TAGEBUCH DER APOKALYPSE – J.L.BOURNE

Erneut überraschen weder mein Artikel noch der Titel des Buches. Es geht um die Buchreihe von J.L. Bourne. Mittlerweile ist schon Teil 2 erschienen und auch das dritte Buch ist in der Pipeline. Im ersten Halbjahr 2013 wird dieses auf dem deutschsprachigen Markt erscheinen.

Bourne ist im wahren Leben Marineoffizier. Schreiben sein Lieblingshobby. Die Reihe ist in den Vereinigten Staaten sehr erfolgreich und hat auch hierzulande eine große Zahl treuer Fans.

Der Roman ist als Tagebuch verfasst. Konsequent gliedert Bourne auch die Story wie ein Tagebuch nach Tag und Zeit, ebenso logisch wählt er die Ich-Erzähler-Form. Durch diesen Stilgriff reißt er den Leser sofort tief ins Geschehen.

Bourne kann seine Wurzeln nicht verleugnen, denn der Militärton ist allgegenwärtig. Allerdings passt dies auch wie die Faust aufs Auge, der Protagonist ist ebenfalls Soldat, und somit erwarten wir genau diesen Jargon.

Die Bücher sind – auch ohne Hochliteratur zu sein – sehr spannend und relativ stimmig. Bourne macht keine großen Fehler und hält den roten Faden immer in den Händen. Die Story erfindet die Zombies nicht neu. Bourne scheint auch die Romero-Filme zu kennen, gleichermaßen ist Operation Zombie mit großer Sicherheit ein Einfluss gewesen.

Nur in einem Aspekt betritt Bourne Neuland. So lässt er radioaktive Untote als Superzombies durch die postapokalyptische Welt schreiten. Dabei wird er aber nicht zum nervigen Brian Keene, der aus Zombies dummquatschende Dämonen macht.

In Teil 1 erfahren wir, wie die Seuche ausbricht und der Protagonist seine ersten Schritte in der apokalyptischen Umwelt macht. Woher bekommt man Nahrung und Wasser, wo kann man sicher schlafen? Das sind die Fragen, die sich unser Held stellt.

Die Regierung weiß sich relativ früh nicht mehr zu helfen und wendet Atombomben gegen die großen Städte an. So bringt Bourne seine Superzombies ins Spiel. Im Gegensatz zu anderen Apokalypseromanen gibt es bei Bourne jedoch noch eine Art Restregierung. Unser Held trifft auf andere Menschen und entdeckt einen verlassenen Atombunker der einen sicheren Hafen bildet. Jedoch gibt es noch andere Überlebende, die Interesse am Bunker haben.

Im zweiten Teil erkundet der Held die weitere Umgebung und macht sich dabei abermals angenehm intelligent, was andere Horrorhelden ja gerne mal unterlassen. Auch diese Fähigkeiten machen die Geschichte spannend und lesenswert. Die Überlebenden kämpfen gegen andere Menschen. Hier zeichnet sich auch ein eben angerissener Aspekt auf. Es scheint noch organisierten Widerstand zu geben der aber in zwei verschiedene Lager gespalten ist. Die Gruppe macht sich auf dem Weg zu einer dieser Formierungen.
Am Ende der Geschichte erfahren wir mehr über den Grund der Seuche – ich mag da nicht unnötig spoilern.

Mein Resümee fällt deutlich positiv aus. Die Bücher wirken frisch und Bourne versucht keine Stilblüten. Gerade bei Zombiebüchern tummeln sich viele Autoren, die sich lieber ein anderes Hobby gesucht hätten. Auch hier erwähne ich erneut Brian Keene.

Also klare Kaufempfehlung für beide Bücher.

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